Freitag, 6. Oktober 2017

Von Edmonton durch den Nordwesten - ostwärts durch die Rockies - Jasper Nationalpark für einen Tag

Mount Robson - einer der heutigen Stopps
R&G
Der Morgen ist kühl, klar und windig. Der Wind erklärt wohl auch, warum keine Nebelschwaden über dem See liegen, trotz der herbstlichen Kühle. Wir schlendern nach dem Frühstück nochmal kurz ans Wasser und schauen den Wasservögeln zu, die sich hier in den seichten Uferzonen der nördlichsten Bucht des Kinbasket Lake sammeln.


Dann aber begeben wir uns zum Wohnmobil und starten unsere heutige Etappe. Diese soll uns erstmal zurück auf den Highway bei Valemount führen. Dann gehts ein Stück nordwärts, bis wir den Yellowhead Highway erreichen. Auf diesem wird es ostwärts und damit quer durch die Rockies gehen, wo wir zuerst den Mount Robson Provincial Park erreichen, der noch zu British Columbia gehört. Anschließend gehts durch den Jasper Nationalpark, welcher bereits in Alberta liegt. Hier wollen wir einen Abstecher zu den Miette Hotsprings machen und dort einige Zeit abhängen. Unser Tagesziel ist ein Campground im Wildhorse Lake Provincial Park.



Anfänglich ist das Wetter noch klar und trocken. Doch nachdem wir bei Valemount den asphaltierten South Yellowhead Highway erreichen, sehen wir eine sich zunehmend zuziehende Wolkendecke. Und als wir das Ende der Straße am Abzweig vom Yellowhead Highway (16) erreichen, fallen die ersten Regentropfen.

Der Ort, an dem sich der Abzweig befindet, heißt Tête Jaune Cache - also "Versteck von Tête Jaune", einem Trapper und Fährtensucher der auf englisch "Yellowhead" genannt wurde. Dieser zum Volk der Métis gehörende Halbindianer hatte helles Haar und wurde als Kundschafter in dieser Region im Dienste der Northwest Company und der Hudson's Bay Company zum Namensgeber für den Yellowhead Highway, sowie einiger anderer Orte.


An diesem Abzweig befahren wir nun den Yellowhead Highway in Richtung Osten und sehen auch gleich die dominante Felsenkulisse des Mount Robson, auch wenn dieser noch 20 Kilometer entfernt ist.

Der Regen hat vorerst wieder aufgehört, doch der Gipfel des Mount Robson ist von Wolken verhüllt.





Wir erreichen schon bald die Visitor Information des Mount Robson Provincial Park und stoppen dort. Wir haben allerdings nicht vor, zum Mount Robson zu wandern, da wir dies auf früheren Reisen bereits getan haben.

Wir begeben uns daher nur zur Visitor Information, um eine entspannte Pause mit WLAN einzulegen. Auch die interessante Ausstellung über die Erschließung dieser Region, die Besiedlung und den Bergbau schauen wir uns an. Der Mount Robson, der durch diesen Provinzpark einerseits geschützt und andererseits für Wanderer bis zum sogenannten Berg Lake erschlossen ist, hat eine Höhe von 3954 Metern und ist der höchste Berg der kanadischen Rockies.

Nach der Ankunft von Reisebussen voller chinesischer Touristen wird die Visitor Information zunehmend überlaufen und wir entschließen uns zur Weiterfahrt.
Es geht nun in Richtung Yellowhead Pass, der die Grenze zwischen British Columbia und Alberta bildet. Dabei beginnt es wieder, zu regnen.

Die Westflanke der Rockies ist natürlich generell regenreicher, da die Westwinde wegen der aufragenden Berge die Luftmassen aufsteigen lassen und die Luftfeuchtigkeit verstärkt kondensiert und abregnet. Daher sind die westlichen Täler auch dichter und höher bewaldet.

Der Regen begleitet uns bis weit hinter Jasper, dem zentralen Ort des Jasper Nationalpark. Da das Regenwetter nicht zu Spaziergängen einlädt, verzichten wir auf einen Stopp in Jasper.


Nicht nur weil wir den Jasper Nationalpark bereits kennen, sondern auch, weil wir bereits sehr fixiert auf ein Bad in den heißen Quellen von Miette Hotsprings sind, fahren auch an anderen Sehenswürdigkeiten vorbei und genießen die Landschaft aus dem Auto heraus.

Aber es gibt auch einen anderen Umstand, der uns erlaubt, die Möglichkeiten des Nationalparks zu vernachlässigen. Wegen des 150. Jahrestages der Gründung Kanadas, sind in diesem Jahr die Nationalparks ohne Eintrittsgeld frei besuchbar. Und wenn's nichts kostet, muss man auch nicht auf Teufel-komm-raus alles mitnehmen, was mitzunehmen geht.

Somit besuchen wir auch nicht den Maligne Lake, aber wir verweisen den gewogenen Leser auf diese Galerie, wo die ersten drei Fotos den Mount Robson Provinzpark und die letzten 10 den Jasper Nationalpark zeigen:

So passieren wir noch einige sensationelle Bergpanoramen und nähern uns stetig dem Ostrand der Rockies.

Seit Jasper folgen wir dem Athabasca River, der hier in nordöstlicher Richtung die Rockies verlässt.

An den Pocahontas Cabins, einer Art Touristenlodge, biegen wir ab in die Straße zu den Miette Hot Springs. Es geht nun ein gehöriges Stück in die Berge.

Die Straße ist geprägt von engen Serpentinen in einem schluchtenförmigen Tal. Wir haben etwas mehr als die Hälfte der Strecke bis zur heißen Quelle zurückgelegt, als wir hinter einer Kurve ein haltendes Auto sehen. Dann sehen wir auch den Grund dafür - ein Schwarzbär.

Endlich mal ein Bär, sagen wir uns, denn Bärensichtungen waren auf dieser Reise erstaunlich rar gesäht. Doch dieser hier scheint genau zu wissen, dass er im Nationalpark lebt und somit für alle Besucher der Star ist. Er macht nämlich keinerlei Anstalten, den Weg frei zu machen, sondern trottet gemächlich auf der Straße vor uns her.

Dar Wagen vor uns setzt schließlich vorsichtig zum Überholen an und der Bär scheint dies als nachlassendes Interesse zu interpretieren. Er trollt sich daraufhin ebenfalls und verschwindet im Dickicht.


Wir erreichen kurz darauf die heißen Quellen.

Miette Hotsprings ist eine ausgebaute Anlage. Es gibt Umkleidekabinen, Duschen und es kostet dementsprechend Eintritt. Die Badepools sind wie Schwimmbecken gestaltet, aber haben weitestgehend Stehtiefe. Dennoch stehen Bademeister am Rand und beaufsichtigen das Geschehen. Da wir ohne Fotoapparat zum Baden gehen, hier ein Foto aus dem Internet.

Im warmen Wasser kann man natürlich endlos faul herumtreiben, aber wir setzen uns ein zeitliches Limit. Dennoch nimmt unser Ausflug einige Stunden in Anspruch und - das Mittagessen mit eingerechnet - ist es später Nachmittag, als wir endlich zur Rückfahrt bereit sind.

Auf dem Rückweg begegnen wir wieder einem Bären und wir sind uns sehr sicher, dass es derselbe Bär ist, wie auf der Herfahrt. Im Gegenlicht der nassen Asphaltdecke ist das Fotografieren eines so schwarzen Fellknäuels nicht gerade einfach.



Ohne weitere Stopps geht bis zu Pocahontas Cabins und dort wieder auf den Yellowhead Highway. Nun fahren wir wieder nordostwärts und erreichen schon bald die Grenze des Jasper Nationalparks.

Nach wie vor ist die Wolkendecke geschlossen und dicht. Daher stellt sich schon recht früh ein Gefühl von Abenddämmerung ein.

So langsam weitet sich auch das Tal des Athabasca River und die Berge weichen zurück. Doch das Bergpanorama umgibt uns weiterhin, als wir in die Schotterstraße zum Wildhorse Lake Campground abbiegen. Nun absolvieren wir noch etliche Kilometer auf einem ziemlich schlechten Straßenbelag und erreichen schließlich den Campground.

Auch dieser Platz fällt in die Kategorie "Saisonende, aber dennoch zugänglich". Es gibt sogar Feuerholz satt in einem Holzschuppen an zentraler Stelle. Wir decken uns ein und machen sogleich ein Feuerchen. Unseren Stellplatz haben wir so gewählt, dass wir bei freiem Himmel eine gute Sicht auf das nördliche Firmament haben würden, doch im Augenblick sind die Aussichten trüb.



Mehr noch, es beginnt sogar wieder zu regnen, was uns zum Rückzug ins Wohnmobil zwingt. Das Feuer überlassen wir sich selbst, denn bei der Nässe draußen geht davon auch keine Gefahr aus.

Statt dessen widmen wir uns dem Abendbrot und als wir vor dem Schlafengehen nochmal rausschauen, sehen wir einen klaren Sternenhimmel.

Also bauen wir noch schnell die Fototechnik auf und platzieren das Stativ etwas versteckt an der Seite unseres Stellplatzes. Das Ergebnis ist unten zu sehen, aber leider gab's trotz klarer Abschnitte wieder keine Nordlichter.



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Donnerstag, 5. Oktober 2017

Von Edmonton durch den Nordwesten - Am Rande der Rockies - Tagesziel Kinbasket Lake

R&G

Der nächste Morgen begrüßt uns mit herbstlicher Tristesse. Sobald man vor die Tür des Wohnmobils tritt, umschließt einen die klamme Kälte von Nebel im etwas düster wirkenden Wald. Der Nebel ist nicht so dicht, dass man nur wenige Meter weit sehen könnte, aber die Osprey Wasserfälle sind nur noch schemenhaft zu erkennen, dafür aber ihr Rauschen gut zu hören, weil der Wald ansonsten still ist. Kein Wind weht und kein Vogelgezwitscher ertönt im Umfeld unseres Stellplatzes. Es ist ein nebliger temporate Rainforest - ein gemäßigter Regenwald, wie er im Buche steht und wie er vor allem in den Fjorden der Westküste am Pazifik zu finden ist.

Doch bis zur Westflanke der Rockies finden sich immer wieder regionale Lagen mit sehr hohen Niederschlagsmengen, die einen solchen Wald entstehen lassen, so auch hier im Clearwater Valley.

Wir widmen uns zunächst dem Frühstück  und schauen uns die heutige Tagesetappe an. Da wir wieder nach Norden auf den Yellowhead Highway müssen, umfahren wir die Caribou Mountains und den Wells Gray Provinzpark im Westen. Ab Clearwater ist dies der Highway 5, der Southern Yellowhead Highway, der dem Lauf des Northern Thompson River folgt. Dabei werden wir im Osten die meiste Zeit bereits die Vorgebirge der Rocky Mountains im Sichtfeld haben. Die Strecke ist nicht unerheblich - 468 Kilometer bis zum Tagesziel am Kinbasket Lake. Dieser erscheint uns als ein geeigneter Ausgangspunkt für die Durchquerung der Rockies am darauffolgenden Tag.



Nach dem Frühstück schauen wir nochmal ans Ufer des Clearwater River, um vielleicht doch noch etwas interessantes aus dem Tierreich zu sehen. Der Nebel hat begonnen, sich aufzulösen - zumindest in Bodennähe. Die allerhöchsten Baumwipfel verschwinden noch immer in einer tief hängenden Wolkenschicht oder in einer Hochnebeldecke, je nach Betrachtungsweise.

Doch im Geäst der Bäume am anderen Ufer entdecken wir tatsächlich etwas. Es ist ein Weißkopfseeadler, der aus der Höhe eines Baumwipfels die Fluten des Clearwater River beobachtet. Ganz offensichtlich wartet er auf eine Chance, mit einem Schlag seiner Krallen einen Fisch zu greifen, der unvorsichtiger weise zu dicht unter der Wasseroberfläche schwimmt.

Doch der Weißkopfseeadler ist ein geduldiger Jäger. Nur wenn die Chancen wirklich gut stehen, den Fisch zu krallen, wird er seine Kräfte investieren.

Die Zeit des Lachszuges ist jedoch vorbei. Forellen sind hier zur Zeit eher wahrscheinlich, aber deutlich seltener zu sehen.

Deshalb sehen wir ihn leider nicht im Sturzflug Beute machen. Im Gegenteil er sieht uns mit seinem scharfen Adlerblick ganz gewiss und ist womöglich genervt von uns. Denn nach einer Weile des Wartens erhebt er sich in die Lüfte und fliegt flussabwärts davon.

Auch wir haben in diese Richtung zu fahren. Weitere kurze Stopps im Park leisten wir uns zwar, aber keine längeren Aufenthalte. Als wir später nochmal kurz am Clearwater River halten, sehen wir wieder einen Weißkopfseeadler auf einem Ast über dem Fluss. Ob es der von vorhin ist, vermögen wir nicht zu erkennen. Er ist leider auch für ein Foto etwas zu weit entfernt.

Doch uns fällt auf, dass das Wetter und somit die Lichtstimmung aufhellt. Scheinbar löst sich der Hochnebel auf und der Sonne gelingt es immer besser, die Dunstglocke zu durchdringen. Und so erreichen wir nach kurzer Fahrt wieder Clearwater. Auf dem Weg in den Wells Gray Park hatten wir auf einen Stopp am hiesigen Visitor Center aus Zeitgründen verzichtet. Jetzt halten wir hier.

So ein Halt an einer Visitor Information wird natürlich zu allererst für kostenloses WLAN genutzt. Ein paar E-Mails veschicken, ein paar Bilder hochladen, und schon ist mal eine Stunde rum. Infomaterial durchstöbern, die Ausstellung angucken und den Souvenirshop besuchen - schon ist eine weitere Stunde rum. Hier ist sogar noch ein Lädchen für regionales Kunsthandwerk im Gebäude, wo wir eine CD eines lokalen Countrymusikers mit indianischen Wurzeln kaufen. Die Ladenbesitzerin, eine Hippie-Oma beschenkt uns nach dem Deal mit Umarmungen.

 Als wir endlich zur Weiterfahrt bereit sind, ist es schon fast Mittag. Doch trotz der noch weiten Strecke, die vor uns liegt, hoffen wir auf ein schnelles Vorankommen. Großartige Stopps sind nicht mehr geplant und der Highway ist in gutem Zustand und führt durch dünn besiedeltes Gebiet.



Die malerische Landschaft können wir gut aus dem fahrenden Wohnmobil genießen, denn der geringe Verkehr erfordert keine allzu hohe Konzentration.

Nach einiger Zeit erreichen wir Blue River. In diesem kleinen Ort, von dem aus man bei gutem Wetter bereits den Mount Robson sehen kann, haben wir 2010 eine Nacht auf dem hiesigen Campground gestanden. Wir erinnern uns an einen aus Österreich stammenden Mitarbeiter des Campgrounds, der mit dem Rad zur Arbeit kam, was in Kanada selten zu sehen ist und an den Besitzer, der uns kostenloses Feuerholz beisteuerte. Doch heute lassen wir Blue River links liegen.

Bis zu unserem Tagesziel ist es noch ein gehöriges Stück Fahrt, doch bis dorthin kommen wir durch keine nennenswerten Ortschaften mehr hindurch. Das nächste Städtchen ist Valemount, jedoch biegen wir kurz vorher ab. Wir haben dann nur noch wenige Kilometer bis zum Nordende des Kinbasket Lake zu fahren.

Das weite Tal, in welchem der Kinbasket Lake liegt, ist ein 1600 Kilometer langer Grabenbruch längs der Rockies. Er heist Rocky Mountain Trench und beginnt bereits in Montana, wo er das Tal des Columbia River bildet. Er setzt sich fort entlang der Rockies nordwestwärts bis in den Yukon und ist somit länger, als British Columbia.

Der Kinbasket Lake erstreckt sich in diesem Teil des Rocky Mountain Trench über eine Länge von fast 200 Kilometern. Doch er ist in seiner jetzigen Form kein natürlich gebildeter See. Durch den Mica-Staudamm an seinem Abfluss in den Columbia River ist er bis 244 Meter hoch aufgestaut und eines der größten künstlichen Wasserreservoirs der Welt mit cirka 25 Milliarden Kubikmetern.

Wir fahren das letzte Stück wieder auf einer Forstwirtschaftsstraße und stoßen schließlich an das nördliche Ende des Sees. Hier wirkt er zwar durchaus eindrucksvoll, so umgeben von den erhabenen Gipfeln der Rockies, doch man kann sich kaum vorstellen, dass er sich mehr als hundert Kilometer bis zum Staudamm erstreckt und dann nochmals weitere hundert Kilometer bis zum Glacier Nationalpark bei Golden.

Wir fahren noch ein Stück parallel zum Westufer des Sees, um eine gute Stelle zum Campen zu finden. Heute wollen wir wild Campen und checken daher Waldwege zum Wasser. In einem Abschnitt, den die Holzwirtschaft wohl vor Jahren aufgeforstet hat, finden wir einen geeigneten Weg bis zum Seeufer und suchen uns eine geeignete Stelle zum Kampieren.

Etwas geschützt vom offenen See im Jungforst, aber doch mit dem Ufer in Schrittweite stellen wir uns mit dem Wohnmobil auf eine kleine Lichtung am Waldweg und inspizieren zunächst das Ufer.

Man kann nun gut erkennen, dass der See ein aufgestautes Reservoir ist, denn der niedrige Wasserstand lässt erkennen, wie hoch der Pegel mitunter sein kann. Das Ufer ist steinig, aber es gibt jede Menge Treibholz, welches sich gut als Feuerholz eignet. Also sammeln wir erstmal etwas davon und bringen es zum Camper.






Dort legen wir einen Feuerplatz an, und umfrieden die Feuerstelle mit einem Ring aus Steinen. Eine gute Absicherung des Feuers bei dieser trockenen Witterung ist wichtig, damit es hier im Wald nicht außer Kontrolle geraten kann.

 Auch andere witzige Dekorationen unserer Platzes mit diversen Treibholzstücken nehmen wir vor, wie eine kleine Bank zum sitzen oder ablegen von Utensilien. Danach machen wir noch einen ausgedehnten Strandspaziergang.

Dabei bewundern wir nicht nur den Fernblick, sondern finden auch diverse kleine Schätzchen, wie ungewöhnlich geformtes Treibholz oder ausgefallene Steine.

Auf diese Weise laufen wir einige hundert Meter weit am Strand entlang und gehen dann durch den Wald zum Camper zurück. Dabei entdecken wir weitere interessante Stellplätze in Ufernähe, aber wir haben uns ja bereits auf unserem jetzigen Platz eingerichtet und werden dort stehen bleiben.


Zurück an unserer Lichtung widmen wir uns dem leiblichen Wohl und machen uns ans Abendbrot. An einem so idyllischen Ort auf der geschützten Lichtung und bei mildem Wetter, werden wir natürlich das Abendmahl im Freien abhalten und stellen die Klappstühle am Feuer auf. Dann gibt es eine ganz entspannte Campermahlzeit.




Danach ist noch immer noch genügend Zeit und Tageslicht vorhanden, um am See den Abend zu genießen.

Die Ausblicke über den See sind zwar keine Bilder mit ständig wechselnden Motiven, aber doch von stetigem Wandel. Die langsam sinkende Sonne verändert langsam die Lichtverhältnisse und lässt die Schatten am Westufer höher kriechen, bis nur noch die Gipfel rötlich im Sonnenlicht glühen.

Einzig einige Wasservögel bringen Bewegung auf den See. Doch als die Dämmerung sich zunehmend darüber legt, ziehen wir uns in den Schutz unserer kleinen Lichtung ans Lagerfeuer zurück.



Das milde Wetter lässt uns da noch lange sitzen und auch das Feuer ist gut versorgt mit jeder Menge gesammeltem Treibholz zum Nachlegen.

Ein Flasche Rotwein und Knabberzeug lässt einen Vergleich mit einem Fernsehabend im heimischen Wohnzimmer zu, nur ist der Fernseher ein prasselnden Lagerfeuer und die Zimmerdecke ein zunehmend stärker mit Sternen erfüllter Himmel.


Unser Blick richtet sich immer wieder gen Norden und prüft, ob sich Nordlichter bemerkbar machen. Doch es bleibt ruhig am Himmel. Nur der im Osten aufgehende Vollmond erhellt zunehmend die Landschaft. Das wären perfekte Bedingungen für die Nachtfotografie, aber eine krönende Aurora ist nicht in Sicht.

Aber was nicht ist, könnte ja noch werden und schließlich ist die Nacht lang. Also bringen wir den Fotoapparat etwas geschützt am Ufer auf dem Stativ in Stellung und starten die Serienaufnahme.

Die Kamera arbeitet nun nahezu die ganze Nacht hindurch bis in die frühen Morgenstunden. Einen Kontrollgang nach Mitternacht machen wir, was an der Veränderung der Belichtung im Zeitraffer erkennbar ist (da wird die Aufnahme dunkler). Doch es bleibt bei einer Nacht ohne Nordlichter, auch wenn die Time-Lapse-Aufnahme (siehe unten) zumindest das Wandern des Mondes anhand der nächtlichen Baumschatten gut zur Geltung bringt.


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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Von Edmonton durch den Nordwesten - Im Herzen von Wells Grey - gewaltige Natur und Welt der Wasserfälle


R&G

Mit vollen Propangasflaschen haben wir uns nicht gescheut, nachts die Heizung laufen zu lassen. Daher mussten wir zu keiner Zeit frieren. Etwas störend ist allerdings, dass die Heizung ein recht geräuschvolles Gebläse hat, welches die Warmluft in der Wohneinheit über verschiedene Lüftungsöffnungen verteilt.

Am Morgen gibt es die gewohnten Rituale und nach dem Frühstück sind wir schnell abfahrbereit.

Eigentlich sind wir hier am Mahood Lake bereits am westlichen Rand des Wells Gray Provinzparkes, der sich über eine riesige Fläche erstreckt. Doch dieser Park ist eben auch sehr unberührt und hat außer der Hauptzufahrt vom Süden her - von Clearwater - praktische keine anderen Straßen, die hinein führen.

So können wir vom Mahood Lake nicht einfach mal weiter geradeaus in den Park fahren, sondern müssen in weitem Bogen nach Clearwater, um ins Herz der Parkes vorzudringen. Zumindest haben wir nicht vor, bis zum Cariboo Highway zurück zu fahren und die Cariboo Mountains in einem ganz weiten Bogen zu umfahren. Statt dessen haben wir einen Weg durch das südliche Cariboo Hochland gewählt, um den Umweg nicht zu sehr ausufern zu lassen.



Allerdings bedeutet die Wegstrecke auch wieder lange Abschnitte auf Schotterstraßen der Forstwirtschaft. Erst kurz vor Clearwater erreichen wir wieder befestigte Straßen. Dementsprechend langsam kommen wir voran und die Fahrt zieht sich hin.





Der heutige Plan sieht vor, zunächst Clearwater zu erreichen. Das Städtchen ist das Tor zum Clearwater Valley und somit zum Wells Gray Provincial Park. Von hier aus führt auch der einzige Parkway, die Clearwater Valley Road hinein und endet am Clearwater Lake.

Der Campground am Clearwater Lake soll auch unser Tagesziel sein, doch zuvor sind diverse Stopps im Park geplant. Einer davon ist natürlich der gigantische Helmcken Wasserfall, der das Highlight des Parkes ist. Aber es gibt noch viele andere Wasserfälle, von denen wir einige besuchen wollen.

Zunächst jedoch müssen wir in Clearwater den richtigen Abzweig in den Park finden und genau das misslingt uns im ersten Anlauf. Wir verfransen uns in dieser eigentlich recht übersichtlichen Ortschaft und finden uns in einer Siedlung mit Einfamilienhäusern wieder.

Nachdem wir aus dem Wohngebiet herausgefunden haben, kommen wir auf dem Highway am Ortseingang wieder heraus, über den wir vor einer halben Stunde schon mal in Clearwater angelangt sind.

Doch der zweite Versuch gelingt und wir fahren nun auf der Clearwater Valley Road nordwärts in den Park.

Im Zentrum des Wells Gray Provinzparkes liegt ein bewaldetes Hochplateau, welches von hohen, ebenfalls bewaldeten Bergen umgeben ist. Da dieses Hochplateau auf Sedimentgestein basiert, hat der Clearwater River quer durch diese Formation von Nord nach Süd einen Canyon geschnitten. Verschiedene  kleine und größere Flüsse im Park fließen dem Clearwater River zu und stürzen als beeindruckende Wasserfälle ins Clearwater Valley.

Der erste Wasserfall auf dem Weg in den Park nennt sich Spahats Falls.

Die Spahats Falls mit einer Fallhöhe von etwa 60 Metern sind ein sogenannter Punch Bowl Wasserfall, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die Wasserkaskade sich vollständigt vom Fels löst und frei in ein erweitertes Becken stürzt. Da der Spahats Creek selbst einen kleinen Canyon in den Fels geschnitten hat und er wie aus einem Schlüsselloch zu kommen scheint, nennt man diese Art Wasserfälle gelegentlich auch Keyhole Falls.

Stromabwärts weitet die Schlucht sich und der Spahat Creek mündet in den dort fließenden Clearwater River.

Da dieser Wasserfall nur etwa hundert Meter zu Fuß vom Parkplatz aus entfernt liegt, sind hier entsprechend viele Besucher anzutreffen. Auch Busse mit asiatischen Reisegruppen sind hier anzutreffen, obwohl wir uns in der Nachsaison weniger Betrieb erhofft hatten.

Trotz der vielen Besucher gibt der Park mit seinen Naturphänomenen und der erhabenen Weite der Landschaft jedem Naturliebhaber ein ergreifendes Gefühl des Staunens über so viel unberührte Natur.


Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, lässt uns der Wells Gray Park an die epischen Romane von James Fenimore Cooper denken, der in seinen Lederstrumpf-Erzählungen mit Helden, wie Chingachgook und Schilderungen über die Stämme an den großen Seen, die Weiten Nordamerikas zu Sehnsuchtsorten werden ließ.

Genau das sehen wir nun in diesem Park, wenn wir durch die alten Wälder aus Rotzedern und Hemlocktannen laufen, deren Bestand noch nie durch Kettensägen verjüngt wurde. Und wenn sich an der einen oder anderen Stelle am Rande einer Bergflanke oder Schlucht der Fernblick öffnet, dann verweilen wir und lassen den Blick über die weite Landschaft schweifen.


Nach diesem Stopp an den Spahats Falls mit einem kleinen Rundgang am Rand der Schlucht fahren wir weiter in den Park hinein und stoppen schon bald ein weiteres Mal.

Es ist der Startpunkt eines Wanderweges zu den Moul Falls, die wir eigentlich nicht in unserer Planung hatten. Doch nun denken wir: wo man fast 3 Kilometer zu Fuss hinlaufen muss, da sollten doch deutlich weniger Touristen hinkommen.

Also entschließen wir uns zu dieser Wanderung, auch wenn sie uns etwa 2 Stunden kosten wird.

Der Weg ist auf der ersten Hälfte recht leicht zu laufen, wird aber im zweiten Abschnitt schwieriger.

Wir erreichen die Moul Falls direkt an der Abbruchkante und sind zunächst enttäuscht, denn wir sehen das Wasser über die Felsenschwelle in der Tiefe verschwinden, ohne die gesamte Kaskade zu überblicken. 
Andere Besucher sind hier keine, bis auf ein Grüppchen, welches gerade auf den Rückweg begeben hat. Es scheint sich zu bewahrheiten, dass ein längerer Fußmarsch einen Großteil der "Lackschuh-Touristen" davon abhält, bis hierher zu gehen. Aber bei der schlechten Sicht auf diesen Wasserfall fragen wir uns, ob sich das gelohnt hat.

Doch dann fällt uns auf, dass der Weg noch weiter geht und als Trampelpfad an der Flanke der Schlucht nach unten führt. Also steigen auf diesen Weg hinunter in den kühlen Grund.



Der Abstieg führt zunächst etwas abseitig am Rand der Schluch entlang und Bäume und Sträucher verwehren die Sicht auf den tosenden Wasserfall. Auf halben Wege kommen uns von unten noch ein paar Wanderer entgegen. Das bestärkt uns darin, dass es nun doch noch einen lohnenden Blick auf den Sturzbach geben wird.

Als wir fast ganz unten am Grund der Schlucht angekommen sind, eröffnet sich das volle Panorama dieses Wasserfalles und wir stehen ganz nah an seinem Fuß. Feiner Nebel sprüht, zerstäubt vom Aufprall des Wassers auf das Geröll am Boden, zu uns herüber.

Die Schlucht liegt noch teilweise im Schatten, aber die Sonne auf ihrem Lauf zum westlichen Horizont leuchtet zunehmend in die felsige Kaverne hinein. Sonnelicht und sprühende Gischt lässt vor dem Wasserfall einen Regenbogen entstehen und wir haben diesen Anblick ganz für uns allein. Ein seltener Augenblick - auch in Kanada - dass man an so einem Ort mal ganz für sich ist.

Doch das währt nicht allzu lange. Wir sehen am Fels über dem Wasserfall Wanderer auftauchen und schon bald kommen sie den Pfad herunter.

Wir wiederum machen noch etliche Fotos und lassen zu guter Letzt die Drohne aufsteigen. Es ist eine kleine Herausforderung, den Flug vom Boden dieses engen Felsenkessels aus zu steuern, aber mit dem Ergebnis kann man recht zufrieden sein, auch wenn das Schlaglicht der Sonne einige Szenen überbelichtet erscheinen lässt.

Als wir damit durch sind, haben die Neueankömmlinge den Grund der Schlucht erreicht und wir erkennen dieses Grüppchen wieder. Es sind Schweizer, die wir bereits einmal in Watson Lake in der Visitor Information trafen und denen wir noch ein weiteres Mal in Jade City begegneten, wo wir im Jade Store mit ihnen ein Schwätzchen abhielten - die Welt ist ein Dorf.


Sie können sich sogar noch daran errinnern, dass wir zu ihren Vollbärten sagten, dass ich mir auch einen wachsen lassen sollte. Nun zeigen sie sich enttäuscht, dass sie mich so frisch rasiert wieder treffen.















Schließlich begeben wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz.

Die Länge unserer Schatten zeigt uns, dass wir doch sehr lange an den Moul Falls verweilt haben und der Tag schon weit fortgeschritten ist. Es ist höchste Zeit, weiter zu fahren, denn die Attraktion des Parks, die Helmcken Falls, wollen wir unbedingt noch bei Tageslicht sehen und auch mit der Drohne filmen.

Also fahren wir auf dem Parkway weiter nordwärts, bis wir kurz vor der Brücke über den Murtle River die Dawson Falls erreichen.

Dieser Wasserfall ist insofern interessant, als dass man hier ein Gefühl dafür bekommt, wie wasserreich der Murtle River ist. Schließlich ist es genau dieser Fluss, der ganz unweit von hier über eine ungeheure Felsenschwelle in die Tiefe des Clearwater Valleys stürzt und unter dem Namen Helmcken Falls die Attraktion des Parkes bildet.


Die Dawson Falls sind nicht so gewaltig, aber man kommt relativ nahe heran. Sie werden auch mitunder als Little Niagara Falls bezeichnet, den das Wasser stürzt immerhin über eine 90 Meter breite Felsstufe etwa 15 Meter in die Tiefe.

 Man stelle sich nun vor, dieses ganze Wasser stürzt 120 Meter in die Tiefe. Genau das passiert mit dem Murtle River nur wenige Kilometer von hier und wir fahren nun dorthin.

Die fortgeschrittene Stunde hat schon am Dawson Wasserfall die Besucherzahl reduziert. Wenig später sehen wir auch auf dem Parkplatz am Helmcken Wasserfall, dass nur noch wenige Touristen da sind.

Uns ist es recht, denn dann können wir ohne viel Aufsehen unseren Drohnenflug absolvieren.

Film- und Fotoaufnahmen am Helmcken-Wasserfall sind eine Herausforderung, da der Kontrastbereich sehr groß ist. Von sonnenbeschienenen Bereichen an der Nordflanke bis hin zu den düsteren Höhlungen der unteren Felsenkaverne besteht ein gewaltiger Helligkeitsunterschied. Gerade am Abend, wo die Sonne eigentlich aus West sozusagen Rückendeckung gibt, erreicht ihr Licht die tiefen Lagen der Schlucht dennoch nicht. Doch am Ende können wir mit den fotografischen Ergebnissen zufrieden sein.

Aber warum hat der Murtle River an der Zunge des Wasserfalles nicht genau wie die Spahats Falls  eine Kerbe ins Sediment geschnitten und ein Schlüsselloch entstehen lassen? Die Antwort liegt in vulkanischen Vergangenheit des Murtle Plateaus die dazu geführt hat, dass neben jahrmillionen altem (weichen) Sediment auch erstarrte Lava die Tektonik im Park prägt. Und genau hier lagert eine Schicht aus hartem Basalt, welcher dem Mahlwerk des Murtle Rivers widersteht. So konnte die Sturzkante des Wasserfalls über Jahrtausende auf der Höhe des Plateaus bestehen bleiben, während die Wassermassen dass weichere Sediment in der Tiefe zu einer immer gewaltigeren Kaverne aushöhlten.












Die gewaltige Fallhöhe von 120 Metern erscheint einem in der Totalvision des Wasserfalles kaum glaubhaft. Es ist jedoch zu bedenken, dass der einzige gut zugängliche Aussichtspunkt etwa einen halben Kilometer entfernt liegt und nur so kann man die Helmcken Falls - zumindest vom Boden aus - vollständig mit dem Blick erfassen.

Doch den Nachteil einer beschränkten Perspektive können wir nun durch einen Drohnenflug kompensieren und der hat sich, wie wir finden, absolut gelohnt. Hier ist das vielleicht eindrucksvollste Video dieser Reise aus der Vogelperspektive:



Wir verweilen an den Helmcken Falls noch ein Weilchen und lassen uns schließlich von der tief stehenden Sonne zum Aufbruch bewegen. Wir haben noch ein Stück Fahrt vor uns, tiefer in den Park hinein gen Norden, bis die Straße am Clearwater Lake endet.

Der Asphalt, der bis zum Helmcken Wasserfall noch die Straße bedeckte, endet schon bald und wir fahren wieder über Schotter. An dem einen oder anderem Haltepunkt stoppen wir jeweils kurz, um einen Blick über den Clearwater River und die umgebende Landschaft zu erhaschen. Aber die Sonne steht schon hinter den Bergen und lässt bereits die Dämmerung über das Clearwater Tal kriechen.

Kurz vor dem Ende der Straße am Clearwater Lake überquert eine Elchkuh vor uns die Straße. Leider legt sie keinen Wert auf das Posieren vor der Kamera und verschwindet schnell im Unterholz. Da das Tier in unmittelbarer Nähe der Zufahrt zum Campground herumstreunte, haben wir Hoffnung, es nochmal zu sehen, wenn wir hierher zurückkehren.

Hinter dem Provinzpark-Campground, der keinerlei Service bietet, wie Strom, Wasser und Abwasser, liegt noch ein weiterer bewirtschafteter Campground, der allerdings teuer ist. Dann kommt schon das Ende der Straße mit einem Bootslaunch am See und einem kleinen Parkplatz dazu.

Hier kann man gut sehen, wie sich die Dämmerung wegen der Schatten werfenden Berge über den See legt. Der Clearwater Lake ist ein exzellentes Revier für Wassersportler, die ihre Fahrzeuge genau hier abstellen können und mit Kanu oder Kajak mehrtägige Wasserwanderungen in die Wildnis unternehmen können. Entlang des Ufers gibt es ensprechend mehrere spartanische Campingplätze.


Der See mit einer Länge von 24 Kilometern ist aber für Wasserwanderer noch nicht das Ende. Hinter einer 500m langen Flussverbindung folgt der Azure Lake, der ebenfalls nochmal 24 Kilometer lang ist. Ganz Hartgesottene können es versuchen, auch noch den 29 Kilometer langen Hobson Lake zu erreichen, der noch einige Kilometer weiter über einen Abfluss mit dem Clearwater Lake verbunden ist.

Wir allerdings kehren um und fahren die wenigen hundert Meter zurück zum Tor des Campgrounds und zwar jenes Provinzpark-Campgrounds ohne Service.

Dabei läuft uns tatsächlich die Elchkuh von vorhin ein weiteres Mal über den Weg. Doch auch diesmal verzieht sie sich schnell und wir fahren auf den Campingplatz. Dieser ist absolut leer und wir haben freie Wahl.

Wir stellen uns auf einen Platz mit Blick über den Clearwater River und auf den unweit vor sich hin rauschenden Osprey Wasserfall.

Dann gehen wir nochmal zu Fuß los und schleichen durch die Campground-Loop und ein Stück vor das Tor, doch den Elch können wir nicht mehr ausfindig machen. Schließlich ist auch die Dämmerung so weit fortgeschritten, dass das Fotografieren nicht mehr möglich ist und wir entfachen auf unserem Stellplatz ein Lagerfeuer. Als dieses heruntergebrannt ist und wir abermals am Nachthimmel keine Nordlichter sehen, beenden wir den Tag mit dem Rückzug ins Wohnmobil.

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