Sonntag, 15. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - Jasper Nationalpark

Wapiti Hirsch am Yellowhead Highway
R&G
Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis im September 2014.


Dann fuhren wir wieder zurück in Richtung des Jasper NP. Unterwegs entlang des Yellowhead Highway sahen wir Bighorn Sheeps (Siehe auch Post "Wildlife im Herbst") und Wapitis and der Bahnlinie der Canadian National Railway.

Im warmen Pool der Miette Hot Springs

brünftiger Wapiti Hirsch

In den Miette Hot Springs haben wir uns nach 3 Wochen Adventure erst einmal 3 Stunden lang im heißen Wasser weichkochen lassen.


Maligne Lake
Auch den Maligne Lake konnten wir in seinen schönsten Farben erleben, welche je nach Sonneneinstrahlung und Himmelsbedeckung durch Wolken zwischen Türkis und Blau wechselten. Nach der Bootsfahrt zum Spirit Island, dem Postkartenmotiv des Jasper NP, unternahmen wir zudem eine kleine Wanderung entlang des Sees.
Medicine Lake





Auf dem Weg zurück vom Maligne Lage kamen wir wieder am Medicine Lake vorbei, der außerhalb der Schneeschmelze merkwürdig leer wirkt. Durch unterirdische Abflüsse zum Maligne Canyon erklärt sich dieses Phenomän, doch für die Ureinwohner war es ein Wunder, also Medizin als Synonym dafür.

Das Ziel des Tages war Jasper, doch zur Nacht stellten wir uns - nicht ganz legal - auf eine Day-Use-Area am Pyramid Lake.

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Samstag, 14. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - Yellowknife und Nordlichter


Yellowknife - Blick vom alten Ort in Richtung City

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Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis im September 2014.

Wir erreichten Yellowknife am Abend bei regnerischem Wetter und blieben mit dem Wohnmobil über Nacht direkt vor dem Visitorcenter stehen. Am nächsten Morgen besuchten wir es als erstes. Nach  einer Stadtbesichtigung musste natürlich auch ein Restaurantbesuch in Downtown sein.

Passend erschien uns Bullocks Bistro, ein altes Fischrestaurant mit eigenem Flair. Hier aßen wir ein lokales Fischgericht und trafen Elke aus Dresden, die seit 20 Jahren in Yellowknife lebt und arbeitet und ihren sächsischen Dialekt dabei erhalten hat.















Nachmittags verließen wir aber Yellowknife wieder - nicht, ohne getankt zu haben - um die Chance auf Nordlichter nicht durch urbane Lichtverschmutzung zu schmälern.

 Am 13. Abend durften wir dann dass erleben, worauf wir lange gewartet hatten – Nordlichter. Ab zirka 21:30 Uhr bis weit nach Mitternacht verzauberten sie den Nachthimmel. Auch in den nächsten Tagen in der Nähe von Hay River und auf dem Twin Lakes Campground (bereits wieder in Alberta) sahen wir mit Begeisterung dem nächtlichen Spektakel zu.

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Freitag, 13. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - Waterfall Route



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Da die Campgrounds geschlossen waren, suchten wir in den Ortschaften immer die Visitor Center (erkennbar am ?-Zeichen) auf, um uns mit Frischwasser usw. zu versorgen. Häufig gab es dort auch einen Internetzugang. Da konnten wir Lebenszeichen nach Hause versenden.



In Fort Simpson fuhren wir zuerst zu Wolverine Air, um einen Flug zu den Virginia Falls im Nahanni National Park Reserve zu buchen. Nachdem wir unseren Eintritt in den Park entrichtet hatten, flogen wir mit Thor, dem Piloten (mit norwegischen Wurzeln), in einem Wasserflugzeug über Berge und durch Canyons zu den Virginia Falls. Der Ausflug dauerte über 5 Stunden.

 Beeindruckt waren wir nicht nur von dem gewaltigen Wasserfall, sondern auch von der schroffen Berglandschaft, durchzogen von tiefen Canyons und dem Little Doctor Lake, welcher eine einzigartige Lage aufwies, indem er eine Bergkette durchbricht.

Am nächsten Tag folgten wir weiter dem Mackanzie Highway, besuchten einige Wasserfälle, wie den Sambaa Deh Wasserfall, Coral Wasserfall und die Twin Falls und übernachteten vor den Toren des Lady Evelyn Falls Campgrounds.

Danach fuhren wir bis Yellowknife.


An den verschiedenen Wasserfällen entstanden einige Fotos in Langzeitbelichtung, welche in einem gesonderten Album "Frozen in Time" betrachtet werden können.

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Mittwoch, 11. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - Wildlife im Herbst

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Unterwegs sahen wir viele Tiere, große und kleine, von A bis Z, wie Adler, Biber, Bären, Bisons, Big Horn Sheeps, Mointain Goats, Stellers Jays, Wapities usw. am Straßenrand.







Vor den verschlossenen Toren des Blackstone Provincial Park Campground trafen wir Wolfgang und Carmelita aus Süddeutschland, die als Weltenbummler über Russland, Asien, Australien, Japan nach Amerika gekommen sind und bereits lange unterwegs sind. Sie waren mit ihrem eigenen MAN-Expeditionsmobil unterwegs.

Wir entschlossen uns, vor den verriegelten Schranken des Campgrounds stehen zu bleiben.
An diesem Abend führten wir viele interessante Gespräche, schwatzten über Gott und die Welt und gaben uns gegenseitig Ratschläge für's Reisen. Da wir einen guten Draht zueinander gefunden hatten, war es sehr schön, dass wir uns noch einige Male im Verlauf unserer Reise begegneten.

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Dienstag, 10. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - nach Norden bis Fort Nelson

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Unsere Reise führte weiter über Prince George nach Norden den Hwy 97 entlang, wo der Tag am Tudyah Lake Campground endete. Auch dieser Campground war bereits ohne Bewirtschaftung, aber zugänglich.

Der wilde Campground am Duhu Lake
Weiter ging es nach Nordosten bis zum Alaska Highway bei Fort St.John, wo wir unsere Fahrt auf dem Alaska Highway in Richtung Norden fortführten. Der Versuch, in die Pink Mountain vorzudringen um eine nächtliche Nordlichtbeobachtung zu arrangieren, missglückte, da der Weg dahin nicht ausgeschildert und somit nicht zu finden war. Nachdem wir uns auf schlammigen Waldwegen verfranzt hatten und nach gut 2 Stunden wieder zum Alaska Highway kamen, galt es nun, pragmatisch einen Ort für die Übernachtung zu finden.

Der Tag endete schließlich am Duhu Lake, einem abgeschiedenen Campground, der von Anglern und Jägern aus der Gegend als Basis genutzt wurde – eine interessante Erfahrung, zu sehen (und zu hören) wie es unter Quad-fahrenden und in Tarnanzügen rumlaufenden Jägern zugeht, die am Abend ihre Entenlockpfeifen testeten.

Blick auf den Sikani Chief Wasserfall
Highlight der nächsten Etappe in Richtung Norden war eine Wanderung zum Sikanni Chief Wasserfall – auch dies eine Herausforderung, da man den Abzweig vom Highway nicht ohne weiteres finden konnte. Der Weg zum Ausgangspunkt erforderte die Nutzung des Allradantriebes.
Anschließend war auch noch ein kleiner Fußmarsch notwendig, um schließlich den Blick auf den Wasserfall zu werfen. Der Lohn: Ein Naturwunder für uns allein - keine anderen Touristen, mit denen man den Naturgenuss zu teilen hatte, nur wir und die ursprüngliche Erhabenheit dieser Landschaft in welcher wir gern etwas länger verweilten.

Weiter ging es über Fort Nelson und Fort Liard (nun schon auf dem Liard Highway) nach Fort Simpson.

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Montag, 9. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - Icefield Parkway nordwärts


 R&G
Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis im September 2014.

Two-Jack-Lake
Nachdem wir bei Fraserway unseren Pickup-Camper übernommen hatten, starteten wir in Richtung Westen. Der Plan war, auf einer dieser schnurgeraden Prairie-Straßen von Airdrie, wo die Fraserway-Station liegt bis Cochrane zu fahren, um dort den Kühl- und Gefrierschrank mit Proviant zu füllen. Dies war ein gute Entscheidung, denn die Straße bis Cochrane war zwar landschaftlich nicht übermäßig spektakulär, aber doch interessant: schnurgerade, wenig befahren, Ölbohrtürme alle naselang und die hügelige Prärielandschaft wurde zunehmend von Schnee bedeckt.

Peyto Lake
In Cochrane meisterten wir den Großeinkauf, wie geplant. Das ist nicht zu unterschätzen, denn man kauft Proviant für eine längere Zeit mit allem was man so braucht und ein kanadischer Supermarkt ist nicht unbedingt so sortiert, wie ein Deutscher. Auch sind die Produkte und Marken teils unbekannt und müssen in ihrer englischen Beschriftung erst mal verstanden werden. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, bereits zuhause eine Einkaufsliste vorzubereiten.
Schließlich ging es weiter westwärts auf der 1A, einer Variante des Transkanada Highway 1, die aber touristisch interessanter ist. Nicht weit hinter Cochrane kam man bereits in Rockies und das Schneetreiben wurde immer dichter.

Wir fuhren an diesem ersten Tag bis zum Two-Jack-Lake im Banff NP, wo wir uns auf den dortigen Campground begaben und an der Rezeptionshütte auch gleich unser Permit (Jahreskarte) für die Nationalparks erwarben.

Schnee abfegen am Wilcox Creek
Nach einer Nacht bei frostigen Außentemperaturen - wir nutzten sogar ein wenig die Gasheizung - fuhren wir weiter durch die Nationalparks von Banff und Jasper, da wir noch einmal einige Seen (wie Peyto Lake, Emerald Lake und Lake Louise) wegen ihrer schönen Farben zu einer anderen Jahreszeit sehen wollten. Nun, da alles winterlich verschneit und von Schneewolken verhüllt war, gelang dies nur bedingt. Die nächste Nacht - ebenso frostig - verbrachten wir bereits im Jaspers NP auf dem Wilcox Creek Campground.

Unsere geplanten Unternehmungen am Icefield Parkway verschoben wir aufgrund des Wetters auf den Rückweg, der uns wieder hier entlang führen würde. So fuhren wir recht zielgerichtet und mit sehr wenigen Stopps entlang des Icefield Parkway (gerade mal an den Sunwapta Falls und Athabasca Falls) bis zum Mount Robson Provincial Park, wo wir am Lucerne Lake übernachteten. Zu unserer Freude wurde es wieder wärmer und die Landschaft bekam wieder Herbststimmung.
Der Kinney Lake am Fuße des Mount Robson in der Morgensonne

Am Mount Robson unternahmen wir eine Tageswanderung entlang des Berglake Trails. Wir wanderten ein ganzes Stück weiter, als 2010, wo wir am Kinney Lake kehrt machten. Diesmal erreichten wir zwar abermals nicht den Berg Lake, kamen aber deutlich weiter bis zum Shelder an der Hängebrücke kurz vor den White Falls.
Der Rückweg war natürlich nicht kürzer als der Hinweg, denn es war Derselbe. Somit fuhren wir nach dieser Wanderung nicht mehr weit und steuerten zur Nacht die Mount Robson View Lodge an, die direkt am Fraser River gelegen einen Blick auf den Mount Robson gewährt.

Schon in British Columbia mussten wir feststellen, dass die meisten Provincial Park Campgrounds wegen Saisonende bereits geschlossen waren.

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Sonntag, 8. Februar 2015

Durch die Rockies in die Nordwest-Territorien und zurück - Es geht los...

R&G
Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis im September 2014.


Bei Ankunft in Calgary waren es noch 20°C
Am Sonntag den 07.09.2014 starteten wir unsere 4. Kanadareise.

Nachdem wir uns im Frühjahr 2010 in BC aufhielten (mit kleinen Abstechern in den Yukon und Alaska), befuhren wir im Frühjahr 2011 den Yukon und Alaska (unter anderem den "Top of the World Hwy" und mit der Fähre von Haines nach Skagway).

2012 lag unser Hauptaugenmerk auf dem Dempster Hwy und dem Nordpolarmeer (von Whitehorse nach Inuvik mit Flug nach Tuktoyaktuk und zurück).
In diesem Jahr wollten wir zum "Great Slave Lake" bis Yellowknife, um Nordlichter zu sehen.
...am nächsten Morgen waren es -7°C.

Als wir gegen 17 Uhr und bei 20° Grad in Calgary ankamen, erzählte uns der Taxifahrer auf dem Weg ins Hotel, dass wir schlechtes Wetter mitbrächten: "... ab morgen soll es schneien", das glaubten wir jedoch nicht.

Aber als wir am Montagmorgen die Gardinen zur Seite zogen, war es tatsächlich weiß draußen. Uns wurde gesagt, dass es oft Anfang September so sei. Es schneit ein paar Tage, aber dann wird es wieder wärmer. Für die nächsten 4 Tage hatten wir statt Indian Summer – Winter, Schnee und bis zu -7°C am Tag.

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Donnerstag, 5. Februar 2015

Lappland - Schlitten und Hunde

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Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis am 7.1.2015.

Der heutige Tag steht im Zeichen einer Husky-Schlittentour.

Dazu gilt es erst mal ein paar Kilometerchen mit dem Auto zu fahren. Zu 12:00 Uhr sind wir an der Husky-Farm verabredet. Es ist eine kurze Tour geplant, circa 2 Stunden mit Vor- und Nachbereitung.

Wie wir jetzt erfahren, wird jeder von uns einen eigenen Schlitten führen. Das heißt: Ein Gespann mit einem der beiden Hundefarmer fährt vornweg. Danach kommen unsere beiden Gespanne. Dann nochmals die gleiche kleine Kolonne mit den anderen beiden Kunden, einem Paar aus Frankreich.

Diese sind kurz nach uns eingetroffen und nun beginnt das Vorbereiten der Gespanne und das einschirren der Hunde. Es sind keine Huskies, aber die Musher versichern uns, dies seien die besseren Schlittenhunde. Sie fahren mit ihnen große Rennen in Skandinavien.

Für die relativ kurze Distanz von einigen Kilometern, die es heute zu laufen gilt, werden nur kleine Gespanne gebildet. Mein Gespann bekommt 6 Hunde, Reginas Gespann gar nur 4 Hunde. Der Hundefarmer hat dies nach Gefühl entschieden, nachdem er das Gewicht der Schlitten samt Schlittenführer beurteilt hat.

Es gibt nun eine kurze Einweisung, während die Hunde bereits ganz erhitzt in Erwartung der beginnenden Hatz bellen und am Geschirr zerren. Die Quintessenz der Einweisung ist kurz: Immer einen ausreichenden Abstand zum Vordergespann halten, indem gegebenenfalls mit der Fußbremse (eine Art Schneepflug, der mit dem Fuß nach unten in den Schnee gedrückt wird) das Tempo der Hunde zügeln. Ansonsten für sicheren Stand und Gleichgewicht sorgen, vor allem in den Kurven.

Schließlich hielt unsere Dreierkarawane nichts mehr und die Hundegespanne nahmen Augenblicklich ordentlich Fahrt auf. Meine Schätzung 20 - 25 km/h, also zügige Fahrradgeschwindigkeit. Und das bedeutet bei diesem Trail, einem mit Schneemobilen vorbereiteten Weg quer durch den Wald, dass man durch die Bodenwellen ordentlich durchgebeutelt wird.

Dennoch macht es unheimlichen Spaß. Das Hundegebell hat sich augenblicklich nach der Abfahrt gelegt und die Gespanne fahren fast lautlos durch die die verschneite Landschaft. Nur die Schlitten ächzen nach jedem Satz über eine härtere Bodenwelle. Fotografieren ist während der Fahrt praktisch unmöglich, da man sich mit beiden Händen fest am Bügel des Schlittens festhalten muss. Daher entstanden die Fotos im Blog während einer Pause auf halbem Wege.

Die größeren freien Flächen im Gelände sind vermutlich Moorflächen und kleinere Seen, über die wir hinwegjagen. Am Ende dieser nur etwas über eine Stunde währenden Hatz stellt man fest: Das ist ganz schön in die Arme gegangen! Lust auf Hundeschlittengefühl - hier klicken!

Zweimal überquerten wir auch eine Landstraße, wo natürlich galt: Gespanne stoppen, sammeln, gucken und schließlich zügig rüber fahren. Aber die Herausforderung dabei war dann doch nicht so hoch, denn Lappland-typisch sahen wir während dessen kein einziges Auto.

Zurück in der Hundefarm gab es schließlich als Attraktion zum Abschluss kleine Welpen zum knuddeln. Wie der Hundefarmer sagte, seien die Gäste entzückt und für die Welpen sei es auch gut, sich an Menschen zu gewöhnen um als künftige Schlittenhunde sozial zu werden.

Der eigentliche Abschluss war dann ein heißer Heidelbeersaft am Lagerfeuer in der typischen Kota-Hütte, wo man auf Rentierfellen sitzen noch etwas das Erlebte nachwirken lassen konnte. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Bezahlung geregelt.

Damit war das Vergnügen vorbei und wir verabschiedeten uns von den Hunden und Hundefarmern, welche übrigens beide deutsch sprachen. Einer der beiden war ohnehin der Spross einer Deutsch-Finnische Ehe und in Deutschland aufgewachsen.

Montag, 2. Februar 2015

Lappland - Luostotunturi am Abend

Hotel Luostotunturi
R&G
Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis am 6.1.2015. 

...am Abend fahren wir die 10km nach Luosto. Es geht vor allem darum, im Foyer des Hotels das WiFi zu nutzen, um die Nordlichtfotos vom Vorabend in die Welt zu schicken.

Dann geht's natürlich noch ein wenig durch den Ort, vor allem in den einen oder anderen Souvenirladen und in den Supermarkt.
Es gilt schließlich auch noch ein technisches Problem zu lösen. Am Vorabend ist der Auslöseautomat von Hähnel ausgefallen; vermutlich von der Kälte. Das ist ein kleiner Computer und dieser hat auch eine Software drin.


Amethyst-Shop (links) und Souvenirladen (rechts)
Scheinbar kann auch diese Software sich aufhängen, denn die LCD-Anzeige zeigte etwas, aber das Gerät reagierte nicht mehr. Üblicherweise ist der erste Ansatz: Batterie raus und wieder rein. Aber hier beginnt das Problem: Um die Batterie zu entnehmen, muss man das Gerät aufschrauben, und zwar mit einem Uhrmacherschraubendreher - ganz kleine Kreuzschräubchen - Stück - sind zu lösen.
Der erste Tipp wäre dar Amethyst-Shop, denn da vermuteten wir eine Juwelierwerkstatt mit entsprechenden Werkzeug - entpuppte sich jedoch als Fehlanzeige.



Restaurant Kerttuli

Als Überraschung erwies sich dann das Hotel Luostotunturi, wo wir erfolgreich nach einem solchen Schraubendreher fragten. Die Dame an der Rezeption musste noch nicht einmal den Hausmeister fragen, sondern holte das passende Werkzeug aus einem Regal hinter dem Empfangstresen. Das Entnehmen und Wiedereinsetzen der Batterie führte dann tatsächlich auch zur gewünschten Wiederbelebung des Gerätes.

In Supermarkt und Souvenirläden lassen wir dann noch etwas Geld.

Schließlich erledigen wir noch eine andere Sache. Wir fahren zu einer Huskyfarm, die uns an der Straße nach Sodänkulä aufgefallen war, um eine Schlittenfahrt zu vereinbaren. Damit war die Hauptaktivität für den nächsten Tag geplant - eine Huskyschlittentour.

Zum Abendbrot gibt es Lachsfilet und der Abend klingt am prasselnden Kaminfeuer aus.



Sonntag, 1. Februar 2015

Lappland - Bewegung und Ruhe

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Achtung! Nachträglicher Post für ein Ereignis am 6.1.2015.

Auf dem Fjell gibt es wieder Sonne für kurze Zeit
Heute steht nicht sehr viel auf dem Plan. Um uns etwas Bewegung zu verschaffen, werden wir natürlich wieder eine Runde Schneeschuh laufen. Dabei werden wir wieder die Chance haben, auf dem Fjell die Mittagssonne über dem Horizont zu erhaschen.

Den Aufstieg (und Ausblick) muss man sich natürlich erarbeiten
Es gibt Pläne, danach nach Luosto zu fahren und im Ort etwas herumzuschlendern. Die Möglichkeiten in Luosto sind begrenzt, aber es ist recht lauschig gelegen mit seiner winterlichen Blockhausromantik. Zwischen tief verschneiten Bäumen sind einige Souvenierläden verstreut, sowie ein kleinen Supermarkt und dem Restaurant "Kertulli", welches von außen durch seinen kegelförmigen Stil einer großen Kota-Hütte auffällt. Und natürlich gibt es dort das Hotel "Luostotunturi", welches die Basis des dortigen kleinen Skiresorts bildet.

Auf dem Fjell weht ein schneidender Wind
mehr als 15 Sek ohne Handschuhe
geht nicht...
Aber bevor es nach Luosto geht, wird das Tageslicht für die Schneeschuhwanderung genutzt, damit wir uns etwas Hunger erarbeiten. Die Sonne ist auch heute kurzzeitig zu erhaschen, aber es weht ein schneidender Wind. Nach jedem Foto oder noch so kurzem Naseputzen sind die Finger eiskalt, steif und taub und müssen sofort wieder in die Handschuh. Mit Fingerzappeln wird dann Wiederbelebung betrieben. Und Bewegung ist wichtig - immer laufen und stapfen und die Arme mit den Skistöcken kräftig mit einbeziehen.
So geht's in Einem fort: 15 Sekunden Foto, 10 Minuten Laufen. Die Runde dehnt sich, wie am Tag zuvor etwa über 2 Stunden aus, dann dämmert es bereits wieder.
Der Holzschuppen ist winddurchlässig
gebaut und das Feuerholz trocknen zu
lassen
Etwa 10m hinterm Haus ist das Feuerholzlager - ein kleinerer
Blockbohlenschuppen
Zur blauen Stunde erreichen wir wieder die Hütte. Hier ist erstmal Ausruhen angesagt, aber das bedeutet zu allererst Nahrungaufnahme. Dann gibt es auch noch einige andere Dinge zu erledigen. Da wäre zu allererst das Holz holen.
Jede Menge gepaltenes Holz ist
vorhanden
Neben der Hütte gibt es 10m entfernt einen Holzschuppen.
Dort lagert das Feuerholz.
Zwei mal am Tag muss Holz geholt
werden
Im Gegensatz zum Blockhaus sind bei diesem Schuppen die Blockbohlen so übereinander gefügt, das sie Schlitze bilden. Dadurch ist der Schuppen gut belüftet und das Feuerholz kann den Sommer über austrocknen. Für Kamin und Sauna benötigen wir Einiges an Holz und es ist reichlich davon im Schuppen da - wir müssen noch nicht einmal spalten, da bereits gespaltene Scheite zuhauf eingestapelt sind.

Als es schließlich wieder so gut wie ganz dunkel ist, machen wir uns bereit zur Fahrt nach Luosto. Das sind etwa 10 km, die wir mit dem Auto bewältigen werden.
An dieser Stelle wird sich der typische Mitteleuropäer fragen, wie die Finnen sicherstellen, dass ihre Autos bei Dauerfrost unter -20°C noch anspringen. Die Lösung ist die elektrische Standheizung mit Batterieladefunktion, welche in Finnland omnipräsent ist. Die Autos sind alle damit ausgerüstet, auch unser Mietwagen und ein entsprechendes Kabel liegt im Fahrzeug.

Einige Eindrücke von Luosto kommen im nächsten Beitrag. Bis dahin...